Schachzwerge on tour

Schachzwerge on tour

Vororteindrücke

Den Blog werden wir nutzen, um über mehrtägige Turniere oder Trainingslager ein paar Eindrücke nach Hause zu schicken.

Tag 6 - Großes Finale

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Sun, November 03, 2013 22:58:03
Nun sind die Internationalen Einzelmeisterschaften u8 2013 in Sebnitz Geschichte. Die Bedingungen vor Ort waren wieder einmal bestens: ein eingespieltes Organisationsteam, schnelle Partienerfassung, eine tägliche "Partienzeitung" für die Kids und Schiedsrichter, die alles im Griff haben, aber nicht auffallen, sorgen dafür, dass sich auch in diesem Jahr die Teilnehmer gerne an dieses Turnier erinnern. Vielen Dank dafür an Frank Schulze und sein Team.
Die letzte Runde bringt immer besondere Partien. Zum einen sind viele Kinder durch die vergangenen Tage mit Rund-um-Schach-Paket, um es diplomatisch zu formulieren, nicht mehr ganz so konzentriert, wie in den ersten Runden, zum anderen spielen an den Spitzenbrettern auch die Nerven eine Rolle, schließlich entscheidet diese Partie über Titel und Medaillen.
Nun noch kurz zur gestrigen Runde und einer Kurzbeurteilung unserer Kids.
Von unseren Zwergen konnte Tobias den Tag allerdings ganz entspannt angehen, da sein Gegner aus diszilinarischen Gründen bereits am Freitag Abend abgereist ist. Ein kampfloser Punkt ist nicht schön, zählt aber genauso viel. Damit verbesserte Tobias sein Vorjahresergebnis um einen halben Punkt und fünf Plätze. Platz fünf ist ein Superergebnis. Tobias wurde von Runde zu Runde besser. Während die ersten Partien nicht seine Leistungsstärke aus dem letzten Jahr widergaben, waren die letzten Partien sogar besser als im Vorjahr. Zur Medaille fehlte noch etwas der Mut, auch mal Material für den Angriff zu opfern. Aber dieser kommt sicher noch mit den Jahren.
Als nächstes wurde Thaddeus fertig. Er hatte sich mit der Sizilianischen Verteidigung seines Gegners auseinanderzusetzen und machte dies hervorragend. Typischerweise greift hier Weiß am Königsflügel an und versucht den schwarzen König einzufangen. Genau dies Tat Thaddeus mit Dame und Läufer und konnte durch den Angriff eine Qualität einsammeln. Leider tat er dies nicht, sondern übersah eine Verteidigungsmöglichkeit, die nun dem Gegner großen Materialvorteil bescherte. Am Ende blieb es also bei vier Punkten und damit leicht unter dem Ziel. Thaddeus fehlt noch ein wenig der Ernst und die Bereitschaft am Brett zu arbeiten. Er hat grandiose Ideen, aber noch nicht die Geduld, etwas mehr Zeit in die Umsetzung zu investieren. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es nächstes Jahr 5-6 Punkte werden, denn Thaddeus ist der einzige unserer Kids, die im nächsten Jahr nochmal spielen dürfen.
Für Til ging sein erstes großes Turnier leider auch nicht erfolgreich zu Ende, wobei es zwischendurch sehr gut aussah. Nach einem groben Eröffnungsschnitzer kämpfte er sich super zurück ins Spiel und hatte bald mehr Material und guten Angriff. Leider machte er es sich dann zu kompliziert und geriet in einen Gegenangriff, der ihn die Dame kostete. Darauf folgte ein langer Kampf, der leider trotz Rückgewinn der Dame knapp im Endspiel verloren ging. Sein Ziel hat er trotzdem mit drei Punkten erreicht und dabei für das erste Turnier sehr gutes Schach gespielt. Til blüt voller Ideen und kann auch schon erstaunlich weit rechnen. Nach einem Jahr Schachtraining fehlen im aber naturgemäß noch ein paar "Basics" und etwas Coolness, einfach das Material erstmal einzusammeln und die anderen Ideen etwas aufzuschieben. Aber auch das wird kommen!
Als letzter der vier Helden spielte mal wieder Ole. Für ihn ging es am Brett zwei um den Turniersieg und den Titel bester Deutscher. Entsprechend nervös begann er und stellte durch das Verwechseln der Zugfolge eine Qualität ein. Diese Chance ließ sich allerdings ein polnischer Gegner entgehen und so stand bei meinem ersten Besuch im Spielsaal eine recht wilde Stellung auf dem Brett. Zum Glück konnte ich mich mit dem Packen und Zimmerräumen gut ablenken. Schach kann auch für Trainer und Eltern sehr stressig sein ;-) Beim zweiten Besuch hatte Ole auf einmal eine Dame mehr. Sein Gegner zog einen gefesselten Bauern und Ole ließ sich nicht zweimal bitten. Eigentlich beruhigend, doch Ole war nun noch etwas nervöser und überlegte jeden Zug sehr genau. Das ist ja eigentlich das, was jeder Trainer sehen will. Einziger Nachteil: Die eigene Bedenkzeit schwindet Zug für Zug. Die letzten sechs Züge musste Ole dann im Blitztempo absolvieren. Mit einer Dame mehr ließ er aber nichts anbrennen und brachte den Punkt sauber nach Hause. Da es am Brett drei keinen Sieger gab, stand für Ole Platz zwei hinter seinem polnischen Gegner aus der sechsten Runde fest. Da es keine offizielle Deutsche Meisterschaft in der u8 gibt, aber fast alle deutschen Spitzenspieler dieser Altersklasse den Weg nach Sebnitz finden, ist Ole somit inoffizieller Deutscher Meister u8 (und holt verteidigt damit für Sachsen-Anhalt den Titel aus dem Vorjahr von Alex Niemann). Herzlichen Glückwunsch dazu. Bei so einem Titel gibt es auch nicht viel mehr zu sagen. Schade ist, dass er gegen den Turniersieger seine klar gewonnene Stellung nicht nach Hause gebracht hat. Aber so gibt es noch Steigerungspotential.
Abschließend noch mein Dank an alle vier Schachzwerge, die mitreisenden Eltern und Sonnenschein Merle. Mir hat die letzte Woche viel Spaß gebracht und ich denke, dass wir ein gutes Team waren. Neben harter Arbeit kam der Spaß und die Kultur nicht zu kurz. Die nächsten Aufgaben warten und ich bin gespannt, wer uns im nächsten Jahr in Sebnitz vertritt.

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Tag 5

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Sat, November 02, 2013 01:02:10
Die Sonne war heute weniger zu sehen, was bei einer Doppelrunde aber auch nicht weiter schlimm ist, da Schach nicht "open air" stattfindet. Vielleicht waren wir aber auch nur zu viel drinnen und haben dadurch die Sonne verpasst.
Die letzte Doppelrunde ist oft eine entscheidende. Schwierig für die Kinder zu spielen, weil die vergangenen sechs Runden und vier Tage schon kräftezehrend genug waren. Am Abend können wir aber zufrieden auf einen erfolgreichen Tag schauen. Nachdem uns die Auslosung vier Punkte am Vormittag verwehrt hatte, habe sich unsere Jungs nicht lumpen lassen und zumindest drei geholt. Thaddeus gegen Til startete mit leichtem Vorteil für den letztgenannten nachdem Thaddeus die Theorie vergessen hatte und Til ein Scheinopfer anbringen konnte. Bald darauf startete ein taktisches Gemetzel, bei dem Thaddeus in der Rolle des Angreifers Vorteil hatte und den unrochierten schwarzen König zur Strecke bringen konnte. Til ist dabei die vergessene Rochade zum Verhängnis geworden. Eine gute Partie der beiden. Ole kämpfte sich derweil nach einer Eröffnungsungenauigkeit in ein Bauernendspiel. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass nur ein falscher Zug eine Gewinnstellung in eine Verluststellung verwandeln kann und dadurch alles andere als einfach zu spielen sind. Ole spielte dieses allerdings sehr gut und bestrafte den ersten Fehler des Gegners sofort. Ein Punkt war die Belohnung. Bei Tobias entstand eine scharfe Stellung mit langen Rochaden, wo zuerst Tobias angriff, sich dann aber nach einem Bauerngewinn verteidigen musste. Durch konsequenten Abtausch und Königsaktivierung erarbeitete er sich ein gewonnenes Turmendspiel, was sauber verwertet wurde.
Runde zwei am heutigen Tag brachte eine Premiere. Til gewann eine der Doppelrunden. Während die Runden am Montag und Mittwoch immer durch gutes Spiel gekennzeichnet waren, aber die punktemäßige Belohnung fehlte, klappte diesmal alles. Turmgewinn durch eine Gabel und konsequentes Spielen auf Matt brachten recht schnell den Punkt. Damit sind die angestrebten drei Punkte erreicht und morgen geht es um den Bonus (Top 50)... Thaddeus hatte auch in der zweiten Partie viel Spaß, grinste und überspielte seinen Gegner im Endspiel, bei dem er sich einen Freibauern bildete und diesen konsequent ins Ziel führte. Damit es nicht so langweilig wird, nahm er seinem Gegner aber dessen Turm nicht weg ;-)
Danach wurden viele fertig, aber nicht die beiden verbliebenen Schachzwerge. Der Saal war leer und nur die Partien von Tobias und Ole liefen noch. Tobias spielte eine perfekte Eröffnung, engte den Gegner ein und verspeiste die gesamten Königsflügelbauern. Leider standen dadurch seine Figuren etwas passiv, so dass der Gegner einen starken Angriff aufbauen konnte. Diesen wehrte Tobais fast perfekt ab und wurde dafür in schwieriger Stellung durch ein Remisgebot vom Gegner belohnt.
Ole spielte derweil eine starke Partie, bestrafte kleine Fehler des Gegners sofort und sammelte Bauer um Bauer ein. Die Verwertung im Endspiel braucht allerdings immer Zeit. Nach gut zwei Stunden war dann aber der Punkt gutgeschrieben.
Morgen geht es nun ins Finale. Ole spielt gegen den vierten polnischen Gegner und kann dabei Revanche für Tobi üben. Letzterer bekommt es dabei mit einem Österreicher zu tun, der eventuell gar nicht mehr im KiEZ ist. Vielleicht gibt das dann einen einfachen (aber immer ungern genommenen) kampflosen Punkt.
Thaddeus darf sich nochmal gegen einen gut bekannten 1000er messen und Til spielt gegen den Namensvetter des ehemaligen Wirtschafts- und Gesundheitsministers.
Ansonsten bleibt zum Tage noch anzumerken:
Niemand redet mehr vom Essensduell, wodurch die Mahlzeiten viel schneller absolviert werden.
Magdeburg schlägt Berlin im Geisterschach.
Alle vier waren bei den Blindaufgaben heute fast fehlerlos.
Die Stufen wurden heute nicht gezählt, obwohl einige im Treppenhaus und zum Fußballplatz zurückzulegen sind.
Merle kann den Speisesaal gut mit Ballartistik unterhalten.
Die Pullover sind heute angekommen und das Teamfoto war eine Freude für alle Beteiligten.
Daumendrücken nicht vergessen ;-)
Gute Nacht!

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Tag 4- Blauer Himmel über Sebnitz

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Thu, October 31, 2013 22:59:23
Der heutige Tag hätte schöner nicht sein können. Morgens erfreute uns der blaue Himmel. Abends war er immer noch da. Besseres Wetter kann es gar nicht geben und dies am zweiten halben Ruhetag. Nachdem unseres Jungs das Treppensteigen am Dienstag viel Spaß gemacht hat, wurde beschlossen heute die Bastei zu erkunden. Dabei sollte der Weg von Rathen durch die Schwedenlöcher gewählt werden, der deutlich über 700 Stufen beinhaltet. Die Zählung unserer vier Kinder wich dann doch etwas von einander ab. Hoch und runter sollen es irgendwas zwischen 1671 und 1900 Stufen gewesen sein, die die Kids im Sprinttempo absolvierten und immer auf die langsamen "Alten" warten mussten. Von oben hat man einen wunderbaren Ausblick über die herrliche Landschaft.
Vor dem Ausflug stand allerdings noch eine Runde. Ziel waren auch diesmal gemäß Schlachtruf vier Punkte. Tobias legte los wie die Feuerwehr und schlug auf h2 mit Matt zu. 18 Züge ohne große Fehler waren ein guter Anfang und Platz 14 in der Tabelle der Lohn. Til hatte in der Zeit seinem Gegner durch einen Abzug die Dame abkombiniert und dafür wohlweislich auf einen Qualitätsgewinn verzichtet. Danach sauber verwertet und Punkt zwei war da. Leider spielte Thaddeus nur bis zum vorletzten Zug vor dem Matt grandios. Das Übersehen eines gegnerischen Läufers fast in der anderen Ecke kostete ihm beim Mattsetzen die Dame und damit die Partie. Schach kann so hart sein, vor allem wenn man durch einen schlechten Zug eine gute Partie wegschmeisst. Nach vierzig Minuten waren somit fast alle fertig und der Plan, das gute Wetter mit gutem Essen zu kombinieren schien aufzugehen. Nur Ole spielte noch und dies ziemlich gut. Er überspielte seinen Gegner vollkommen und erarbeitete sich eine klare Gewinnstellung, die es nun noch nach Hause zu bringen galt. Nach 135 Minuten (und zehn Remisgeboten des Gegners) hatte er dann allerdings einen Blackout und verlor dadurch seinen Läufer und damit die Partie. Statt dem Platz an der Sonne steht nun Platz fünf zu Buche. Noch sind aber drei Runden zu spielen. Schauen wir mal, was die morgige Doppelrunde bringt. Am Vormittag gibt es das erste interne Zwergeduell, wenn Til auf Thaddeus trifft. Tobias hat es mit dem stärksten Spieler ohne DWZ zu tun, ist aber in der Paarung trotzdem favorisiert. Ole wird sich wohl wieder mit einige Remisgeboten auseinandersetzen dürfen, denn sein Dresdner Gegner hat schon drei Punkteteilungen auf der Habenseite.
Abends übten wir ein paar Patttricks und das Mattsetzen mit dem Turm. Til trat im Finale gegen Ole an. Drei Matts in zwei Minuten reichten dabei nur für Platz zwei. Respektable Leistung aber von allen. Das sitzt ;-)
So weit von hier. Morgen sollen unsere Pullover kommen. Dann können wir das Gruppenbild nachholen.
Viele Grüße die Elbe hoch und an die anderen Daumendrücker ;-)

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Tag 3

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Wed, October 30, 2013 22:50:30
Heute hatten wir hier Bergfest. Mit der 5. Runde sind nun die Mehrzahl der Partien gespielt, die Entscheidungen fallen allerdings erst in den kommenden Runden. Über Schach zu schreiben macht heute weniger Spaß als gestern. Ziehen wir es also am Anfang durch. Die Morgenrunde ähnelte doch stark der ersten Runde. Til spielt wieder super und nimmt seinem Gegner souverän zwei Bauern ab, tauscht toll alles ab und hat ein gewonnenes Bauernendspiel. Bis dahin fast fehlerfrei. Leider fehlte ihm hier noch etwas die Erfahrung, so dass sein Monarch erst dann in das Spiel eingriff, als der andere die Bauernzahl egalisiert hatte. Nach starken Kampf zog dann aber der gegnerische Bauern zuerst ein und Til musste sich nach langem Kampf geschlagen geben. Thaddeus hatte eine recht starke Gegnerin, leistete aber hervorragenden Widerstand, konnte aber auf Grund einiger kleinen Ungenauigkeiten nichts zählbares nach Hause bringen. Immerhin gab es kein mir doch egal ;-) Tobias wurde von seinem Gegner stark angegriffen und verlor dabei eine Qualität. Als dieser dann allzu sorglos tauschen wollte, nutzte Tobi die sich bietende Chance durch ein Zwischenschach eiskalt aus, sammelte einen Turm ein und verwertete den Materialvorteil souverän. Ole spielte erstmals am Spitzenbrett. Er brauchte ein bisschen, um in die Partie zu kommen und stand auch leicht schlechter. Im entstandenen Endspiel spielte er aber seine Erfahrung aus und gewann ein Bauernsendspiel durch den aktiveren König.
Runde zwei dieses Tages gab es dann pünktlich halb zwei nach dem Fototermin. Hier konnten wir vier klar bessere bis gewonnene Stellungen vermelden. Til mit zwei Mehrbauern, Thaddeus mit strategisch klar gewonnener Stellung, Tobias mit einem Mehrbauern und Ole mit einem gewonnenen Bauernendspiel. Leider gab es auf dem Weg zur Verwertung jeweils ein paar Stolpersteine. Tils Springer verirrte sich beim Verspeisen des dritten Bauern am Brettrand und wurde eingefangen, Thaddeus spielte nicht zielgerichtet genug auf den gegnischen König, Tobias konnte einen seiner Bauern nicht mehr decken und war danach immer in einer schwierigen Situation und Ole konnte dem Remisgebot nicht widerstehen.
Insgesamt also vier ordentliche Partien mit zu wenig Punkten, aber die holen wir uns dann eben morgen ;-)
Beim Schreiben ist dann jetzt doch eher die Freude wichtig, dass das Internet heute schon vor um elf das macht, was es soll. Vielleicht liegt das an den kälteren Temperaturen. Während gestern beim Burgbesuch die Sonne schien und fast T-Shirt-Wetter war, fror man heute ohne Jacke schon mächtig. Abends legte sich dann auch Nebel über Sebnitz. Jetzt kommen die Temperaturen, die wir aus den letzten Jahren kennen ;-)
Das es weiterhin nicht regnet liegt sicher daran, dass die Teller hier immer gut leergegessen werden. Bei der heutigen Suppe (oder Brühe je nach Geschmack) enthielt ich mich allerdings. Abend durfte ich dann Zeuge werden, wie Ole den Melonenangriff von Thaddeus gerade so abwehren konnte und verstand die Zählweise des Speisenwettbewerbes. Punkte gibt es dabei nur für gesunde Sachen (ein Stück Melone zählt z. B. einen Punkt). Oles Vorsprung soll wohl derzeit bei 11 Punkten liegen. Lassen wir uns überraschen, was die nächsten Mahlzeiten so bringen. Morgen gibt es mittags wieder die Chance auf externes Essen...
Was fehlt noch: Genau, ein kleiner Bericht über die heutige Abendtrainingsession. Ole und Til wurden als Team Magdeburg Sieger beim Matt-Ausdenk-Wettbewerb und verwiesen Tobias und Thaddeus (Team Schachzwerge) mit drei Punkten Vorsprung auf Platz zwei. Danach versuchten die Könige den Prinzessinnen den Weg freizuräumen: Bauernendspiele standen also auf dem Programm. Zum Ende gab es Daniel King mit einer Taktikaufgabe und vielen guten Ideen unserer vier Protagonisten.
Viele Grüße an alle Daumendrücker!

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Tag 2

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Tue, October 29, 2013 23:44:34
Heute stand nach einer sehr erfolgreichen ersten Runde der erste freie Nachmittag an. Diesen nutzen wir für einen Ausflug auf die Burg Hohnstein. Der Turm dieser Burg, die auch als Jugendherberge dient, hat 88 Stufen. Zumindest sagte dies die letzte der vier Zählungen, die zwei unserer vier Kids durchführten. Daneben konnten diverse Folterwerkzeuge besichtigt und Wissenswertes über die heimische Flora und Fauna erfahren werden. Leider hatte das örtliche Eiscafe nur sonntags geöffnet, so dass für das versprochene Eis noch eine Fahrt nach Bad Schandau anstand. Zum ersten Mal mussten die Väter beim Essen etwas abgeben und nicht die Reste der Kinder verspeisen. Beim Suchen von Taxis, gelben Autos, Hunden und Kirchen hatten die Erwachsenen aber keine Chance...
Vorher konnten wir uns noch beim Gulasch stärken. Morgen klingt das Mittagessen dann weniger verlockend (Suppe) und die Möglichkeit des Restautantbesuches fehlt auf Grund der Doppelrunde. Dafür wird es dann aber Pizza zum Abendessen geben.
Thema Essen: Beim ominösen Esswettbewerb (Schüsseln Salat gegen Tassen Tee) führt wohl derzeit Ole.
Achso, Schach war heute auch noch. Der Schlachtruf wurde heute ordnungsgemäß umgesetzt. Alle vier Schachzwerge konnten am Ende den vollen Punkt verbuchen, wobei es bei den Partien ein bisschen wie beim Einüben des Rufes war. Es brauchte eine Weile ;-)
Als erstes konnte Til jubeln und den ersten Punkt des Turniers verbuchen. Dieser ist ja bekanntlich der schwerste, so dass wir optimistisch in die kommenden Runden gehen ;-) Heute wurde er von einem eigentümlichen ersten Zug des Gegners überrascht, sammelte einiges an Material ein, achtete dabei aber nicht auf die gegnerischen Möglichkeiten, so dass er zwei Züge lang hätte Matt gesetzt werden können. Danach wurden aber alle herumstehenden Figuren eingesammelt und der Punkt eingefahren. Kurz danach wurde Tobias fertig, der am Ende nicht so recht wusste, warum er gewonnen hatte. Sein Gegner entschied sich in ausgeglichenener Stellung einfach aufzugeben, bevor es überhaupt richtig losging. Davor sammelte Tobias gut drei Bauern ein, musste dann aber nach einem unachtsamen Zug seinen Springer auf die Auswechselbank schicken...
Ole wurde mit der Englischen Eröffnung konfrontiert und erwiderte sehr aggresiv mit einer Zentrumsbesetzung durch Bauern, die nicht ganz korrekt war. Nachdem die gegnerische Chance auf einen Bauerngewinn ungenutzt verstrich, zog Ole seinen Angriff durch und eroberte erst die Qualität und dann die Dame. 3/3 bedeuten zur Zeit Platz 1, was aber noch gar nichts zu sagen hat. Das Turnier fängt morgen erst richtig an.
Am längsten spielte heute Thaddeus, der auch das meiste Glück benötigte. Zuerst viel zu schnell unterwegs, leistete er in hoffnungsloser Lage sehr kreativ Widerstand und hatte immer wieder interessante Ideen. Am Ende gelang es ihm einen Bauern zur Dame zu bringen und damit die gegnerische Übermacht in Form von Läufer und Turm zu neutralisieren. Die zweite Dame brachte dann seinen Sieg ;-)
Heute Abend haben wir uns mit dem Matt mit zwei Läufern, etlichen Taktikaufgaben und dem richtigen Rechnen beschäftigt. Til brillierte dabei mit 14 gelösten Aufgaben und Ole mit einem Matt in 37 Sekunden...
Morgen geht es wieder in eine Doppelrunde. Ole möchte dabei Revanche für Tobias üben, da es gegen dessen Zweitrundengegnerin geht. Tobias geht in der Runde wieder als Favorit ins Rennen, darf seinen Gegner aus Leipzig aber nicht unterschätzen. Til bekommt es mit Thaddeus heutigem Gegner zu tun, der wahrscheinlich noch mächtig sauer ob der Niederlage sein wird. Thaddeus spielt gegen Nalani, einem starken Mädchen, dass auch schon im letzten Jahr mitgespielt hat und auch noch im nächsten Jahr dabei sein wird.
So weit für jetzt. Weils gestern so gut geklappt hat, gibt es nochmal den Schlachtruf :-)
Schachzwerge wie stehen wir da?
Wunderbar!
Wie ist unsere Form?
Enorm
Wie ist unser Schlachtruf?
Vier aus vier gewinnen wir!
In diesem Sinne freue ich mich auf viel Daumendrücken für morgen!
Gute Nacht!

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Tag 1

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Mon, October 28, 2013 22:17:09
Der erste Spieltag ist vorbei und wir können die Hälfte der Punkte verbuchen. Neben etwas Glück, gab es Pech. Die Verteilung ist noch nicht ganz gleichmäßig. Aber der Reihe nach: Heute morgen ging es mit einer kurzen Vorbereitung los. Die Aufregung war einigen unserer Kids schon anzumerken, andere waren dagegen ganz cool. Geübt werden muss auf jeden Fall noch der Schlachtruf, der wurde dafür schon angepasst, erreicht aber bei weitem nicht die Lautstärke der Vorjahre. Vielleicht steigt mit dem Lärmpegel in den nächsten Runden auch die Punktausbeute:
Schachzwerge, wie stehen wir da?
Wunderbar!
Wie ist unsere Form?
Enorm!
Wie ist unser Schlachtruf?
Vier aus vier gewinnen wir!
Bisher gab es jeweils 2/4. Während in der ersten Runde Tobias (im Stadtderby) und Ole erfolgreich waren, mussten Thaddeus (gegen die Nummer 2 der Setzliste) und Til (gegen einen der traditionell starken Polen) dem Gegner gratulieren. Tobais nutzte dabei eine Unachtsamkeit von Areg, der im Angriff einen eigenen Bauern vergas, zum Bauerngewinn. In der danach entstehenden taktischen Stellung behielt er die Übersicht und sammelte erst einen Spinger und dann den König ein. Eine schöne Partie von beiden. Ole mühte sich derweil mächtig gegen einen knapp 500 Punkte schwächeren Gegner und stand leicht schlechter. Ab Zug 20 wurde dann aber mächtig gekurbelt und Figur nebst Partie nach Hause gebracht.
Til legte los wie die Feuerwehr und sammelte nach unorthodoxer Eröffnungsbehandlung einen Läufer ein. Leider schlug er dann einmal mit der falschen Figur, so dass durch einen Läuferangriff die Dame weichen musste und damit eine Springergabel nicht mehr verhindern konnte. Das ist das harte beim Schach, dass ein Fehler eine sonst gut geführte Partie hergeben kann...
Thaddeus setzte die Vorbereitung gut um. Leider nahm er einen Bauern, statt den Angriff voranzubringen. Dies kostete Zeit und gab Bao die Möglichkeit durch einen starken Abzug entscheidend Material zu gewinnen.
Nach der Analyse und etwas Tischtennis stand dann auch das Mittagessen auf dem Programm. Nudeln erfreute die Kinder und sorgte für wenig Stress bei den Eltern. Alle satt und damit Zeit für das warm-up für Runde 2. Diesmal waren Thaddeus und Ole in der Favoritenrolle und Tobias und Til wollten für die Überraschung sorgen. Nach wechselvollem Spiel setzten sich aber jeweils die Wertzahlhöheren durch. Til nahm seiner Gegnerin wieder eine Leichtfigur ab, spielte starke Züge und hatte einen Black-out. Ganz Gentleman also. Aber ich denke, dass es morgen den ersten Punkt für ihn geben wird. Zweimal auf Sieg gestanden, vielleicht drehen wir es morgen einmal um. Für das erste große Turnier, spielt Til aber super Schach. Tobias verwechselte einen Zug in der Eröffnung, korrigierte dies, übersah eine gegnerische Drohung, die eine Figur kostete, holte sie sich mit einem Abzug wieder zurück, griff an und tauschte dann leider falsch ab. Morgen gehts aber wieder aufwärts, schließlich ist er dann wieder in der Favoritenrolle.
Thaddeus hatte dafür in der zweiten Runde das Glück, was Til fehlte. Er stand relativ lange schlecht und teilweise klar auf Verlust. Am Ende übersah sein Gegner aber doch noch eine von seinen zahlreichen Drohungen und Thaddeus konnte mit seinen letzten beiden Figuren auf h1 Matt setzen. Mit etwas mehr Zeitverbrauch, wäre der Trainer aber beruhigter ;-)
Ole spielte in der zweiten Runde eine schöne Partie gegen eine etwas eigentümliche Eröffnungsbehandlung des Gegners. Mit Springeropfer wurde der gegnerische König angegriffen und wurde nach knapp über 20 Zügen Matt gesetzt. Schöne und konzentrierte Leistung.
Danach hatten sich unsere Helden ein Fußballspiel verdient, was länger als die heutigen Schachpartien ging. Dem Vernehmen nach gab es einen Siegfür das Team von Areg und Ole. Zum Abendessen durften wir dann Zeuge eines Speiseduells werden. Teetassen gegen Salatschüsseln hiess es. Thaddeus orderte dann schon für Morgen den Salat für Ole und setzte sich knapp durch...
Das heutige Abendtraining brachte dann einen Test mit Dame gegen Bauern. Hier brillierte Thaddeus mit 7 Gewinnen in fünf Minuten. Hut ab vor unserem Schnelldenker...
Morgen geht es dann nur einmal an die Bretter und einmal zu einem Ausflug. Ziel offen ;-)
Daumendrücken morgen früh ab um neun wieder erwünscht.

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Tag 0

IEM U8 Sebnitz 2013Posted by Michael Zeuner Sun, October 27, 2013 23:35:06
Der erste Tag neigt sich in Sebnitz dem Ende. Vieles ist hier wie immer, einiges ist aber auch neu. So leuchteten manche Augen als vom W-Lan des Objektes gesprochen wurden. Die Gedanken daran, dass man nicht mehr den Winkel des Objektes suchen muss, wo man mit einem Internetstick Empfang hat war schon recht angenehm. Leider gibt es dieses W-Lan nur im Freien, was bei dem hier vorherrschenden Wetter einem leider nichts nutzt ;-) In diesem Jahr gab es zwar keinen Schnee, aber am Abend schön viel Regen. Neu ist aber, dass außer den polnischen Gästen in diesem Jahr auch Spieler aus den Niederlanden und Österreich dabei sind, so dass die kurzweilige und sehr kindgerechte Eröffnung viele englische Wörter enthielt. Die Remis-Geste ist aber die gleiche geblieben. Da wir aber Schachspielen wollen, werden die Zwerge auf die gekreuzten Arme wohl oft mit einem Kopfschütteln antworten.
Unsere vier Starter sind alle wohlbehalten angekommen. Der Fußballplatz wurde auch schon gefunden, aber noch nicht ausgiebig genutzt. Vielmehr galt es nach der Eröffnung noch ein kleines Training zu absolvieren, bei dem in der Blindpartie Ole und Til leichte Vorteile gegen Thaddeus und Tobias hatten.
Die Auslosung der ersten Runde steht nun auch fest. Til hat das beste Los gezogen und bekommt einen polnischen Spieler. Ich finde die Partien gegen andere Nationen machen auch einen großen Reiz des Turniers aus.
Tobias trifft morgen auf Areg. Da hätte man eigentlich nicht ganz so weit fahren müssen. Aber wie heißt es so schön: Derbys haben immer ihren eigenen Reiz.
Am zweiten Tisch muss sich Thaddeus mit Bao auseinandersetzen. Diese Paarung kann es auch noch im nächsten Jahr geben, da beide noch ein Jahr hier spielen dürfen. Für Thaddeus wird es aber nicht wirklich leicht.
Zwei Bretter dahinter spielt auch Ole gegen einen Berliner. Hier ist aber der Magdeburger der Favorit.
Daumendrücken lohnt sich morgen ab um 9. Vorher steht für alle das reichhaltige Frühstück und eine kleine Vorbereitung an.
So weit ein erster Eindruck. Gute Nacht :-)

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