Schachzwerge on tour

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Vororteindrücke

Den Blog werden wir nutzen, um über mehrtägige Turniere oder Trainingslager ein paar Eindrücke nach Hause zu schicken.

Tag 5: kalte Dusche, Sturm, Versuch einer Halbzeitbilanz

WM 2018 in GriechenlandPosted by Ursula Morgenstern Fri, October 26, 2018 14:29:27

Am heutigen Mittwoch gab es zur Abwechslung mal statt mit dem WLAN Probleme mit der Warmwasserversorgung im Hotel, so dass für mich der Tag mit einer kalten Dusche begann. Wohl dem der diese Form der Körperreinigung nur an geraden Tagen vollzieht...

Nach einem ausgedehnten Frühstück machte sich Tobias an die Vorbereitung für den Nachmittag. Das war wohl nicht ganz so gut überschaubar, da der Gegner sehr unterschiedliche Eröffnungsvarianten spielt. Eine Datei von Tatjana sollte Hilfestellung leisten. Trotz verhältnismäßig länger Beschäftigung damit, vergeigte unser Schachzwerg schlussendlich seine Partie schon zu Beginn. Aufs Brett kam dabei KasparovGambit. Trotzdem dauerte es bis zum Matt wiederum ca,. 4 Stunden. Der Kontrahent?

Mal wieder ein Grieche, irgendwie gibt es hier viele davon, leider scheinen sie trotz geringerer ELO unserem Sohn überlegen zu sein.

6 Runden sind inzwischen gespielt, Tobias hat bisher 2 Punkte, allerdings habe ich den Eindruck, dass er sich in der Mehrzahl der Fälle eher selber besiegt hat, will sagen, nicht die Stärke der anderen hat zum Verlust geführt, sondern kleine und grössere Fehler würden von diesen gnadenlos bestraft. Es bleibt zu hoffen, dass in den noch ausstehenden 5 Runden die Bilanz noch etwas verbessert. Die Auslosung ergab, dass übermorgen ein Engländer besiegt werden könnte ( sollte!)

Während am Vormittag noch die Sonne am Himmel lachte, zog am Mittag Sturm auf, das Meer war sehr unruhig, und der geplante Fussmarsch unseres Müttertrios ( Morgenstern, Krastev, Bardorz) Wegen Überflutung des Wegs unmöglich. Schade.

Die Fähre schien auch mehr in Seitlage auf dem Wasser dahinzugleiten, erschien uns daher nicht als brauchbare Alternative.

Verglichen mit 2015 muss ich immer wieder feststellen, dass es einige Veränderungen gibt. Es wirkt alles sehr viel ruhiger und zum Teil verlassener. Das Essen ist nicht so abwechslungsreich, liebloser präsentiert und zum Beispiel Eis, was vor drei Jahren bei den Kindern hier der Renner war, gibt es gar nicht mehr. Andere, die vor drei Jahren auch schon hier waren, bestätigten mir diese Eindrücke. Das Preisniveau erscheint mir auch ziemlich hoch, ob es an diesem touristischen Zentrum hier liegt oder im ganzen Land so ist, werde ich leider nicht klären können.

Das Heulen des Windes draussen und die Schachspieler, die in Erwartung des morgigen freien Tages, den Abend bis in die Nacht ausdehnten und lärmend durch die Flure zogen, bescherten uns einen unruhigen Schlaf

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